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Saskia Groneberg | Vesuv, Venus
Kunst
November 2021 bis Ende Februar 2022
Luitpold Lab

Saskia Groneberg

Wie kein anderes Medium spiegelt der Englische Landschaftsgarten den tiefgreifenden Wandel wider, der das Naturverständnis im Westen seit der Zeit der Aufklärung prägt.

Mit „Vesuv, Venus“ nähert sich Saskia Groneberg einem der bedeutensten Gartendenkmäler Europas, dem Wörlitzer Park. Sie begibt sich auf eine fotografische Spurensuche nach dem uralten Traum von einem Paradies auf Erden, der Harmonie von Mensch und Natur. In feinen Graustufen spielt sie mit den widersprüchlichen wie traumhaften Räumen der Kunstnatur zwischen Utopie und Wirklichkeit.

Auf der Reise durch den Park verschwimmen Raum und Zeit. Winter folgt auf Frühjahr, Detail auf Sequenz, Traum auf Dekonstruktion.  Ein aus massiven Steinblöcken nachgebildeter Vesuv und die Skulptur einer Venus de Medici symbolisieren und dekonstruieren zugleich die Antipoden des Männlichen und Weiblichen, des Irdischen und Göttlichen, der Finsternis und der Helligkeit. Mythische Motive wie der Schwan und das Feigenblatt treffen auf weltliche Touristen. Diese sitzen in Gondeln auf dem Wasser, eilen mit Faltplänen und Wanderstöcken historischen Architekturen entgegen oder lassen sich über verschlungene Wege von Ausblick zu Ausblick leiten. Die Pflanzen, Gebäude, Kanäle, und selbst die Tiere, entpuppen sich dabei als traumhafte Kulisse, in der sich die Besucher wie Figuren in einem tableau vivant bewegen. Sie sind Beobachter – und zugleich selbst Protagonisten – eines ewig währenden Theaterstücks.

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